Ich möchte einfach wieder mobil sein!


Hallo, ich bin der Holger Detti und ich bedanke mich jetzt schon mal für jede Spende!


Wie in dem Bericht der NRZ vom 06.09.2013 steht,

versuche ich wieder mobil zu werden,

unten steht noch mal wie alles anfing

und was es für mich bedeutet nicht mobil zu sein.

Mein Spendenkonto:

Mobil mit Behinderung e.V. -  Bank für Sozialwirtschaft

Konto: 87 113 00 - BLZ: 660 205 00  -  Codewort: „Detti„

 

(Der MMB gibt ab 100 € Spende eine Spendenquittung,

Spenden bis 200 € können durch den Kontoauszug beim

Finanzamt vorgelegt werden)

 

 

Zum Konzert am 27.10.13

Also so etwas schönes und überwältigendes hab ich noch nicht erlebt!

 

Vielen vielen Dank an alle Akteure die sich soviel Mühe gegeben haben,

soviel Arbeit und Zeit zu investieren und das für mich ...

ich bin immer noch sprachlos darüber, wenn ich davon erzähle,

hab ich einen Kloß im Hals und Pipi in den Augen.

 

Ich kann leider nicht alle aufzählen denen ich zu danken habe

aber Michaela Klemm gebührt wohl ein besonderer Dank,

wie sie das alles auf die Beine gestellt hat, einfach unglaublich,

Danke Michaela!!!

 

Dank an die Chöre und alle die mitgewirkt haben.

 

Und vielen Dank an alle Spender, ich hab nicht mit dieser Summe gerechnet!

( über 3.000,00 € )

 

Auch was die Ationen vom Achim Ridderskamp angeht, einfach super,

genauso was der Spellener Schalke-Fan-Club gesammelt hat und und und ...

ich bedanke mich noch mal ganz ganz herzlich bei allen für alles.

 

Zum Sternenmarkt am 01.12.13

Ich kann mich nur wiederholen und mich bei allen bedanken die sich

soviel Arbeit für mich gemacht haben!

 

 

 

Vom Schwimmen auf vier Räder – ein kleiner Sprung für mich – eine totale Veränderung für mein Leben

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

es fällt mir nicht leicht, Sie um Hilfe zu bitten, denn bis zu jenem schicksalhaften Tag im Winter 2010/2011 konnte ich mir noch weitgehend selber helfen. Nun bin ich jedoch endgültig am Ende meiner Möglichkeiten und Kräfte angekommen. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, um meine Lebensgeschichte kennen zu lernen.

 

Ein Salto mit Folgen

 

Am 05.06.1982 veränderte sich mein Leben grundlegend. An diesem sonnigen Tag war ich mit Freunden zum Schwimmen an einem Badesee, wollte vom Ufer aus mit einem Salto auf eine Luftmatratze springen, wie ich es viele Male zuvor bereits getan hatte. Das Ergebnis dieses einen, dieses letzten Sprungs in meinem Leben war ein Trümmerbruch in einem meiner Halswirbel. Diagnose: Querschnittslähmung, Lähmungshöhe Halswirbel C5/C6, Tetraplegiker, alle vier Gliedmaßen, sowohl Arme als auch Beine, sind betroffen.

 

Als wenn es noch nicht ausreicht

 

Auf Grund einer Fehlmedikation – zwei mir verabreichte Arzneien haben sich nicht vertragen – bekam ich Durchblutungsstörungen. Hierdurch wurde die Amputation meines rechten Unterschenkels unabwendbar. Nach der Amputation, noch im Knappschaftskrankenhaus in Bochum, hatte ich mich eigentlich aufgegeben, habe fortan nichts mehr gegessen, Druckstellen bekommen, die operiert werden mussten. Um meine Gelenke durch zu bewegen, musste regelmäßig Vollnarkose angewendet werden. Nicht nur ich hatte mich aufgegeben, auch die Ärzte gaben mir kaum eine Chance. Nach neun Monaten im Krankenhaus wurde ich entlassen, ich solle in Ruhe zu Hause sterben. Zu Hause kam dann aber die Wende. Mir ging es immer besser. Meine Einstellung zum Leben änderte sich: Ich wollte weiterleben!

 

Es geht aufwärts – mit Höhen und leider auch vielen Tiefen

 

Im Jahr 1987 konnte ich in Bad Wildungen eine Umschulung zum Technischen Zeichner beginnen, die ich 1989 erfolgreich abschloss. In meinem neuen Beruf gelang es mir recht schnell eine Arbeitsstelle zu finden. Um täglich zur Arbeit zu gelangen, bekam ich vom Rentenversicherungsträger ein Auto, einen auf meine körperlichen Einschränkungen angepassten Ford Transit. Mit Hilfe meines Autos konnte ich nun endlich wieder am Leben teilnehmen. Ich konnte mich erstmals nach meinem Unfall über den Radius meines Rollstuhls hinaus selbständig fortbewegen. Es wurde mir möglich, Einkäufe selber zu tätigen, Arzttermine wahrzunehmen, ohne von anderen gefahren werden zu müssen. Endlich konnte ich wieder selber ins Fußballstadion, konnte Konzerte besuchen, in den Zoo, zu Musicals, an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen. Das Auto gab mir unglaublich viel Lebensqualität zurück. Meine körperliche Abhängigkeit von anderen Menschen wird immer bleiben, durch das Auto bin ich aber zumindest im Hinblick auf meine Mobilität unabhängig geworden. Endlich konnte ich nach den Jahren der Isolation wieder aktiv am Leben teilnehmen. Natürlich gab es ab und zu Rückschritte – aber die bewältigte ich durch meine neu gewonnene Motivation.  Viel schlimmer traf mich das Schicksal 1999.

 

Im September 1999 wurde ich von meinem Arbeitgeber entlassen -> betriebsbedingte Kündigung.

 

 

Gut, ich wurde in Rente geschickt – kam damit zu Recht, bis man 2004 einen Bandscheibenvorfall diagnostizierte – ausgerechnet der 3. Halswirbel. Seitdem habe ich starke Schmerzen, meine Bewegungsfähigkeit wurde nochmals deutlich eingeschränkt. Die Ärzte wollen nicht operieren, denn am 3. Halswirbel fängt die Atmung an. Laut deren Aussage ist meine Halswirbelsäule bereits in einem so desolaten Zustand, dass eine OP sehr riskant sei.

 

Dennoch, ich lebe und kann am Leben teilnehmen. Mein Auto ermöglichte mir das.

 

Dann passierte in meinem Leben etwas Wunderbares. Im Juni 2010 habe ich meine jetzige Freundin kennengelernt. Nun, sie wohnt mit ihrer Familie in Kevelaer, und das sind 40 km von Spellen, wo ich wohne, entfernt. Dank meines Autos war die Entfernung nie großes Problem. Ohne fremde Hilfe konnte ich zu ihr und ihrer Familie fahren. Die Entfernung Spellen - Kevelaer war aber nur bis zum 10.01.2011 kein Problem. An diesem Tag geschah ein folgenschweres Unglück. An diesem Tag hatte ich bei Glatteis einen Unfall und mein Auto wurde zum wirtschaftlichen Totalschaden.

 

Mobilität bedeutet für mich Lebensqualität.

 

Früher konnte ich überall ohne fremde Hilfe hinfahren, ob es zum Einkaufen, ins Fußballstadion, zu Konzerten oder anderen öffentlichen Veranstaltungen war. Nun geht gar nichts mehr. Komme weder zu meiner Freundin noch kann ich Freunde besuchen und über Nacht bleiben. Geht seit dem Unfall nicht mehr, denn ich muss meinen Toilettenstuhl mitnehmen - das war in meinem Ford Transit kein Problem.

 

Nun muss ich gefahren werden. In normalen PKW’s, in die man mich zu zweit hinein setzen muss. Zwei Personen mit Auto, die ich finden muss, um pünktlich zu einem Arzttermin zu kommen oder einfach nur meine alltäglichen Einkäufe zu erledigen. Ein manchmal hoffnungsloses Unterfangen. Die Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel ist für mich nicht möglich, so bin ich ohne Auto völlig unselbständig und vom öffentlichen und sozialen Leben komplett abgeschnitten. Ich bin praktisch zu Hause eingesperrt.

 

Meine Eltern haben sich fast 30 Jahre lang um mich gekümmert, mich gepflegt, für mich geputzt, gewaschen und gekocht. Kurz vor Weihnachten 2011 kam der nächste Schock, mein Vater, 76 Jahre alt, ist an Lungenkrebs erkrankt. Er bekommt derzeit eine Chemobehandlung und Bestrahlungen.

 

Da sich meine Mutter jetzt um meinen Vater kümmern muss, kann sie für mich nicht so viel Zeit aufbringen. Nun bin ich noch mehr auf die Hilfe Dritter angewiesen, die für mich einkaufen oder Erledigungen machen. Ein erdrückender Zustand. Ich bin wahrlich an Höhen und Tiefen gewöhnt, aber aktuell habe ich das Gefühl, dieses Tief nicht überwinden zu können. Dabei würde mir ein Gebrauchter völlig genügen – nachdem halte ich schon lange Ausschau.

 

Nun kennen Sie meine Geschichte. Ich bitte Sie von ganzem Herzen um Ihre Hilfe. Jede noch so kleine Spende bringt mich meinem Traum ein Stück näher, wieder aktiv am Leben teilhaben zu können. Ohne Auto weiß ich meine Zukunft nicht zu bewältigen. Mir bleibt nur noch die Hoffnung auf Ihre Unterstützung und Mithilfe.

 

Der Verein „Mobil mit Behinderung e. V. unterstützt mich. Ein Spendenkonto wurde für mich eingerichtet, auch Spendenquittungen sind so zu erhalten:

 

Mobil mit Behinderung e.V. -  Bank für Sozialwirtschaft

Konto: 87 113 00 - BLZ: 660 205 00  -  Codewort: „Detti„

 

Ich bedanke mich schon jetzt ganz herzlich für Ihre Mithilfe und verbleibe mit freundlichen Grüßen 

Holger Detti


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